Bewertungen bei booking.com – Triumpf der Willkür

Wenn eine Unachtsamkeit zur Lüge und daraus eine Verleumdung und somit eine Bewertung bei booking.com geschäftsschädigend wird.

Ein Gast, nennen wir ihn Vladimir, hat bei booking.com ein Einzelzimmer bei uns gebucht. Der Aufenthalt vom Check-in Mi 24 Jun 2020 Check-out Fr 26 Jun 2020 verlief normal. Der Gast wurde von mir freundlich, wie bei allen Gästen üblich, begrüßt und in die Besonderheiten des Hostels kurz eingewiesen. Nach zwei Nächten reiste der Gast ab und dann machte er diese Bewertung bei booking.com:

Mit der Kommentarfunktion habe ich geantwortet

Diese Bewertung ist dreist, weil sie eine Lüge enthält. Die Buchung war ein EZ simple mit Etagenbad – wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Single/Double – simple
Buchungsnummer: 18177002
Personen 1
Preis 110.00 €
Check-in Mi 24 Jun 2020 Check-out Fr 26 Jun 2020
Booking.com 2237327466

Immer wieder muss man feststellen, dass Hauptsache billig gebucht wird, aber ein 5 Sterne Hotel erwartet wird und das solche unfairen Bewertungen möglich sind, aber wir uns nicht dagegen wehren können.

Und jetzt mal zur Bewertung:

(Mitarbeiter) gibt es nur einen mit dem der Gast Kontakt hat und das bin ich. Vladimir wurde freundlich willkommen geheißen und für den Aufenthalt eingewiesen. Er beschwerte sich zwischendurch bei mir, weshalb das Restaurant im Krongut Bornstedt – was nicht zum Hostel gehört – nicht geöffnet war.

(Lage) ist wohl mit die beste der Stadt – kann offenbar nicht jeder wertschätzen?

(Komfort) ist entsprechend einem Hostel sehr gut – aber wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht?

(Sauberkeit) ist ein Schwerpunkt bei uns und immer TOP – siehe unsere anderen Bewertungen

(Ausstattung) ist mit Boxspringbetten und neuem Mobiliar ungewöhnlich gut – es sei denn man hat andere Vorstellungen und braucht Filzpantoffeln und einen Ohrensessel

(Preis-Leistungs-Verhältnis) ist bei dem Potsdamer Preisniveau sehr günstig besonders wenn man die anderen Kriterien bedenkt

Unser Bewertungsdurchschnitt bei booking.com

FAZIT – wieder einmal ist ein Troll* unterwegs und zerschlägt mit seiner „Bewertung“ unsere Arbeit von Jahren – solche Gäste braucht keiner, es wird auch Zeit eine Bewertung für Gäste einzuführen!

* Trolle agieren absichtlich, wiederholt und schädlich

Es grüßt der ziemlich verschnupfte Herbergsvater Ralf…

 

Night of light Potsdam

Was ist eine Stadt ohne Veranstaltungen?

Die Veranstaltungswirtschaft leidet unter dem anhaltenden Lockdown für Verantaltungen. Eine ganze Branche wird so unverschuldet in den Abgrund gezogen und viele andere Branchen leiden mit.

Wenn Besucher ausbleiben, muss auch niemend mehr in der Stadt übernachten, viele Besucher fehlen in den Restaurants, Shoppingtouren fallen aus, Stadtbilderklärer müssen nichts mehr erklären, für Stadtrundfahrten braucht man keinen Bus mehr, es reicht auch ein PKW…

Potsdam braucht den Tourismus – Potsdam braucht Veranstaltungen!

Die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft

Die Veranstaltungswirtschaft war der erste Wirtschaftszweig, der von der COVID-19-Krise getroffen wurde und er wird auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein. Faktisch alle Unternehmen aus den Bereichen Messebau, Veranstaltungstechnik, Eventagentur, Catering, Bühnenbau, Eventlocation, Messegesellschaft Kongresscenter, Tagungshotel, Konzertveranstalter, Künstler und Einzelunternehmer haben durch die erfolgten Veranstaltungsverbote seit dem 10.03.2020 innerhalb weniger Werktage ihre gesamten Auftragsbestände verloren. Sie gerieten als erste in die Krise (first in) und werden als letzte wieder aus der Krise herauskommen (last out).

Seit Mitte März macht die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Anders als im produzierenden Gewerbe können weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden, es kann auch nichts „auf Lager“ produziert werden; die meisten Unternehmen in der Veranstaltungswirtschaft sind Dienstleister. Selbst wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzen würde, kann der erlittene Verlust nicht mehr kompensiert werden. Die Veranstaltungswirtschaft insgesamt ist einer der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft und zählt rund 1 Million direkte Beschäftigte. Es wird ein jährlicher Umsatz von rund 130,0 Mrd. Euro erwirtschaftet.  Rechnet man die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren veranstaltungsbezogenen Teil- und Zuliefermärkten hinzu, so beschäftigen mehr als dreihunderttausend Unternehmen in über 150 Disziplinen mehr als 3 Millionen Menschen und erzielen einen Jahresumsatz von über 200 Mrd. Euro! *

Durch das vorläufige Verbot von Großveranstaltungen bis 31.08.2020 und einen danach noch folgenden Vorlauf zur Planung von Veranstaltungen gibt es einen 80 – 100 % Umsatzausfall über einen Zeitraum von mindestens acht Monaten. Daraus resultiert eine akute Insolvenzgefahr für die gesamte Branche. Es ist wichtig, auch die Öffentlichkeit auf die besonders hart getroffene Branche der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen und zu verdeutlichen, dass die derzeitigen Hilfeleistungen in Form von Kreditprogrammen nicht ausreichen. Da diese Kredite nicht wertschöpfend investiert werden können, sondern zur Deckung von Betriebskosten aufgewendet werden müssen, führt dies nach dem Verbrauch der Kredite zu einer erneuten Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit einer Überschuldung der betroffenen Unternehmen und Einrichtungen.

Screenshot Bildersuche google

Die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen ist zurzeit und bis auf Weiteres unter den geltenden Restriktionen und notwendigen Hygieneregelungen nicht mehr möglich. Es bestehen somit besondere, ökonomische Herausforderungen, um die sog. „First in – Last out“ Unternehmen sowie die in der Veranstaltungswirtschaft tätigen Einzelunternehmer, mithin die gesamte Branche, zu retten.

Die für diese Aktion gemeinsam verwendete Farbe Rot soll folgendes ausdrücken:

  • Die Veranstaltungswirtschaft befindet sich auf der „Roten Liste“ der aussterbenden Branchen
  • Alarmstufe Rot – ein Milliardenmarkt und hunderttausende Arbeitsplätze sind in Gefahr!
  • Wir sind eine Gemeinschaft und haben das gemeinsame Ziel eines Branchendialogs mit der Politik
  • Wir richten einen flammenden Appell an die Öffentlichkeit
  • Die Farbe Rot steht für die Leidenschaft für unseren Beruf / unsere Profession.
    „Wir brennen für das, was wir tun“!

Quelle: Studie „Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltungsbranche“ vom 15.06.2020 des R.I.F.E.L.  e.V. im Auftrag des IGVW e.V.